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Menschenbild

Das Menschenbild, dass diesem Yoga zugrunde liegt, wurde erstmals von Rudolf Steiner beschrieben und wird auch von Heinz Grill als günstige Möglichkeit zur Erkenntnisentwicklung hervorgehoben. Vier Glieder werden dabei unterschieden. Diese sind im einzelnen: das Ich, der Astralleib, der Ätherleib und der physische Leib.

An oberster Stelle steht das Ich-Selbst, dass allgemein existent und in jedem Menschen vorhanden ist und das Denken mit der Freiheit, die dadurch möglich ist.
Dieses Denken ist mehr als das gewöhnliche intellektuelle Bewerten und Schlussfolgern. Es ist zu erstaunlichen Leistungen, Ideen und Idealen fähig und ermöglicht dem Menschen eine Entwicklung, die über die bisherigen Vorstellungen und gegebenen Veranlagungen hinausgeht.
Es beinhaltet eine schöpferische und damit freiheitsfördernde Dimension.
Dieses Ich-Selbst ermöglicht die Entwicklung des Menschen.

      Ich-Selbst

Das Ich-Selbst äußert sich dadurch, dass es ein Bewußtsein gibt.
Mit dem Bewußtsein tritt das Ich-Selbst in Beziehung zur Erdensphäre.
Es bildet eine Ebene zwischen den übersinnlichen geistigen Welten und der sinnlich physischen Wirklichkeit.
Diese seelische Wirklichkeit ist nach H.Grill der "innere Kosmos" des Menschen. Sie trägt damit, neben den  bekannten Gefühlen, innere verborgene Empfindungen und ebenfalls meist verborgene innere Bezüge und Verbindungen.
Heinz Grill beschreibt in seinem Werk "Die Seelendimension des Yoga" diese verborgenen Empfindungen und Bezüge des Menschen und drückt sie auf künstlerische Weise in den Yoga-asanas aus. Damit ist es uns möglich, diese nach und nach selber kennenzulernen.

Bewusstsein/Seele

Nach diesem sogn. Astralleib folgt der Ätherleib. Der Ätherleib ist eine feinstoffliche Dimension und ermöglicht als Lebenskräftebildesubstanz Wachstum und Aufbau des Körpers. Ohne diesen hätte der physische Körper wohl keine Verbindung mit den sogn. höheren Wesensgliedern, mit den Seelen- und Geistwelten.
H.Grill schreibt: "Das Denken, das einen Gedanken erschafft oder ihn denkend in einen Konzentrationsvorgang führt,kann eine wesentliche Regsamkeit in verschiedenen Lebensprozessen erzeugen und Veränderungen im Dasein hervorrufen.Man kann sich die Frage stellen,welche Wirkungen freigesetzt werden, wenn sich jemand der Idee hingibt, einen Berg innerhalb einer bestimmten Zeit zu besteigen. Der mentale Vorsatz beflügelt gewissermaßen die Willensverhältniss und so können in der Folge die körperlichen und psychischen Konditionen in wachsendem Maße erkraften und schließlich die Bergbesteigung mit guter Leistung gelingen lassen. Das Denken einer Idee erweckt im Menschen verborgene Lebensenergien und diese sind es schließlich welche den physischen Leib in die geeignete Kondition führen, so dass dieser in der Folge die Leistung erbringen kann. Der Körper als rein physische Existenz wäre aber, wenn er nur für sich genommen wird, leistungsunfähig und ganz den Schwerekräften der Materie unterlegen, wenn nicht jene Verbindung der Lebenskräftesubstanz an ihm arbeiten würde, die ihn entgegen der Neigung zur Schwere zu aufstrebenden Leistungen führen kann."

Ätherleib

Das letzte Glied in dieser Darstellung ist der physische Körper und damit der materielle Bereich.
Dabei gilt es auf die Reihenfolge zu achten: Aus dem unsichtbaren Geistigen über feinstoffliche Vorgänge manifestiert sich am Ende die physische Form.

Physischer Leib